•3. Februar 2010 •
Hinterlasse einen Kommentar
Kennt ihr das vielleicht noch aus der Schule? Man muss fünf Worte, die einem gerade einfallen, aufschreiben und hinterher kriegt man gesagt, dass man daraus eine Kurzgeschichte schreiben soll.
Eine beliebte Aufgabe von Litheratur- oder Deutschlehrer um das Kreavite Schreiben zu fördern.
Also ich hab daran irgendwie immer viel Spass gehabt und heute sind diese 5 Wörter auf meinem Zettel gelandet:
Tastatur
Feuer
Kanne
Frühstück
Bar
Und das ich daraus geworden:
Wütent tippe er seine Antwort in die Tastatur seines Laptops.
Wie konnte Sie es nur wagen, die Entscheidung, wo sie in den nächsten Jahren leben würden, einfach so ohne ihn zu treffen? Natürlich war es ein unglaubliches Angebot, welches die Firma seiner Frau angeboten hatte, aber sie hatten sich das Gespräch darüber für morgen aufbewahrt, wenn er von seinem Semiar wieder zu Hause sein würde, und jetzt hatte sie die Entscheidung ohne ihn getroffen und das Angebot, für 5 Jahre die Niederlassung in Wastington zuleiten, angenommen.
Natürlich gab es auch in Washington Brände die es zu löschen galt und jede Berufsfeuerwehr würde sich um einen Spezialisten in Sachen Brandschutz, Brandbekämpfung und Brandursache die Finger lecken. Feuer hatten ihn schon immer fasziniert und er hatte das Glück daraus einen Beruf machen zu können.
Und auch wenn Sie gemeinsam sowieso beschlossen hätten, dass sie das Angebot annehmen sollte, wieso hatte sie nicht noch einen Tag warten können? Waren sie schon so weit, dass Entscheidungen eben nicht mehr gemeinsam getroffen wurden?
Enttäuscht räumte er die Kanne und die anderen Reste des Frühstücks auf den Hotelwagen und rief die Rezeption an, dass man den Wagen wieder abholen könne. Die Frage ob er noch was vom Mittagsbuffet haben wollte, verneinte er und blickte zum ersten mal am heutigen Tag auf seine Uhr.
Das Taxi, welches ihm zum Flughafen bringen würde, kam erst in 2 Stunden und er beschloss, sich so lange schonmal an die Hotelbar zu setzen. Vielleicht arbeitete ja heute wieder die süße Kelnerin von vorgestern, die so offenherzig mit ihm gefliertet hatte. Ein kühles Bier und eine hübsche Frau, auch wenn sie ihm nur des Trinkgeldes wegen so viel Aufmerksamkeit schencke, waren jetzt genau das richtige um seinen Ärgen zu vertreiben.
Und morgen, wenn er wieder bei seiner erfolgreichen Frau sein würde, würde er sich für seine boßhafte eMail entschuldigen, sie ins Schlafzimmer verführen und sich während er mit ihr schlief vorstellen, dass sie die süße Kellnerin sei.
Veröffentlicht in Sinnfreies, für den Kopf
•27. Januar 2010 •
Hinterlasse einen Kommentar
Freitag Abend – Gebäude 9 in Köln -
Es ist der 22.01.2010 und mein umwerfender Freund hat mir mit zwei Karten für das Olli Schulz Konzert eine riesige Freude gemacht.
Da es für ihn, im Gegensatz zu mir, das erste Olli Schulz Konzert ist weiß er noch nicht so recht was an diesem Abend noch so alles passieren wird…
Trotz Navi haben wir einige Schwierigkeiten den Veranstaltungsort zu finden und nach dem wir den Weg vom entfernten Parkplatz zum Gebäune 9 hinter uns gebracht haben, sind wir froh uns etwas aufwärmen zu können (Was für ein kalter Winter dieses Jahr).
Auch die Schlage an der Gadrobe bringen wir erfolgreich hinter uns (wir waren mit die Letzten, die Ihre Jacken noch abgeben konnten – wie gesagt, kalter Winter da draussen) und stehen schon an der Bar im Vorraum und genehmigen uns das erste Bier bzw. die erste Cola.
Wohl wissen dass das Konzert bald beginnen wird und es zu schade wäre ganz hinten zu stehen, gehen wir auch schon in den “Konzertsaal” und finden eine hübsche kleine Lücke etwa in der Mitte der alten Industriehalle…
Und gleich geht es auch schon los. Olli betritt die Bühne und man werckelt an einem Beamer rum. Aus Erfahrung weiß ich schon, dass es mit der Technik im Gebäube 9 häufig etwas happert aber dann geht es doch endlich los… *freu*
Anstatt wie sonst üblich irgendeine furchtbare lokale Band als Vorband spielen zu lassen, beglückt uns Olli mit einem kleinen Film als Vorprogramm. Auf den Film möchte ich jetzt nicht vertiefend eingehen, da das hier sonst den Rahmen sprengen würde aber er war sowohl sehr unterhaltsam als auch sehr trashig. Auch wenn ich mehrfach laut gelacht habe kann ich doch nachvollziehen wenn der Film das Publikum vielleicht auch mal spaltet… 
Und schon beginnt der eigentliche Konzertgenuss.
Von halb zehn an bis kurz vor zwölf unterält uns Olli nicht nur mit seinen Songs sondern auch mit seinen witzigen Erzählungen. 
Schade dass es immer wieder auch nervige Konzertbesucher gibt die irgendwas unterständliches reinbrüllen und “Stiernacken” wird wohl allen Konzertbesucher in Erinnerung bleiben. Nicht nur dass sowas andere Konzertbesucher nervt, es nervt auch den Künstler. Aber wer Olli kennt der weiß dass er auch mit sowas schlagfertig umgehen kann. Und wenn ihn irgendwas doch wirklich mal nerven sollte spielt er erstmal einige Stücke bis er wieder ganz schnell gute Laune hat.
Ich hatte auf jedenfall super gute Laune. Selten so gelacht und selten so gut unterhalten worden. Vom Vorfilm über die Musik bis hin zu seiner Geschichten alles so wie es sein sollte.
Und meine Lieblingssongs wie “Elefanten”, “der Momenten” oder “An jetzt tut nur noch weh” waren auch dabei!!
Olli, du bist mein “human of the week” und schade dass es “ein Schulz, ein Song” nicht mehr gibt!
Veröffentlicht in Unvergessliches, auf die Ohren
•4. Januar 2010 •
1 Kommentar
Missmutig stapfte sie den Hügel hinnauf. Eigentlich wollte sie gar nicht hier sein aber aus Zuneigung zu ihrem Partner hatte sie sich doch dazu überreden lassen und hatte sich den anderen angeschlossen. Wirklich zuversichtlich, dass sie tatsächlich Spass haben könnte, war sie nicht, schließlich hatte sich letztes Jahr bei dem gleichen Unternehmen eine sehr enge Freundin das Bein gebrochen.
Während sie sich den Berg hinauf mühte, ärgerte sie sich etwas, dass sie sich hatte überreden lassen. Ihr war an den verschiedenen Körperstellen entweder sehr warm oder sehr kalt, sie konnte sich duch die vielen Lagen Kleidung kaum bewegen und die vorrangestürmten Freunde, die schon beängstigend weit oben standen, galt es noch einzuholen.
Da kam ihr der Vorschlag Ihrer Freundin, von der Hälfte des Hügels erstmal zu starten, sehr gelegen. Ihr war ja diese Höhe schon fast zu hoch, nicht auszudenken von ganz oben zu starten.
Die erste Fahrt verlief im großen und ganzen relativ gut. Zwischenzeitlich war ihr das Tempo etwas zu hoch aber ihr Freundin nahm angemessen Rücksicht auf sie, so dass sie mich einem kaum vorhandenen mulmigen Gefühl heil unten ankam. Auch die nächste Fahrt mit Ihrer Freundin war gut verlaufen so dass sie sich nun zutraute mit Ihrem etwas übermütigem Lebensgefährten eine Fahrt zu wagen.
Schnell stellte sie jedoch fest, dass dieser nicht ganz so viel Rücksicht auf sie nehmen würde. Ihrer Bitte doch erst mal auf dem noch nicht eingefahrenen Bereich (und somit langsameren Teil des Abhangs) zu starten wurde zwar statt gegeben, dafür bremste ihr Partner nicht annähernd so viel wie ihre Freundin. Auch musste sie für die nächste Abfahrt den Hügel noh weiter besteigen um von weiter oben starten. Während der Fahrt vergrub sie nur noch Ihren Kopf im Rücken ihres Geliebten. Der Gefahr und Geschwindigkeit auch noch ins Auge zu sehen brachte sie nicht über sich.
Fast schien es so, als ob sie doch etwas Spass an dem ganzen Vorhaben finden würde doch dann kam es, wie den ganzen Abend bereits befürchtet, zum Sturzt..
Während sie so auf dem Boden lag fragte sie sich wie andere nur daran gefallen finden konnten, sich einen langen steilen Hügeln nur mit etwas Holz und viel Kälte unter dem Hintern runter zu stürzen.
Dann fühlte sie ihren Körper ab. Ihren Fuss hatte sie sich leicht verdreht aber im großen und ganzen hatte sie sich nicht nennenswert weh getan.
Sie musste sich eingestehen, auch wenn sie innerlich jegliche Freude an dieser Unternehmung versucht hatte zu vermeiden, konnte sie nicht wirklich ausschließen, dass sie nächsten Winter nicht doch wieder mit Schlitten fahren würde…
Veröffentlicht in Alltägliches, Freunde, Sinnfreies
•28. Oktober 2009 •
Hinterlasse einen Kommentar
Ist es nicht faszinierend, dass einerseits einer der zentralsten Punkte der “Piraten”-Partei der Schutz der Privatsphäre ist, aber andererseits die meisten Wähler dieser Partei online über “Soziale Netzwerke” jede ihrer Gedankennotizen öffentlichen machen?
Erschreckt es nicht auch viele von euch, dass viele U-30ger Chatroom-Kürzel wie “lol” oder “rofl” in ihren normalen Sprachgebrauch übernommen haben?
Tja, die Zeiten ändern sich und das rasend schnell… inzwischen fühle selbst ich mich als Mitt-Zwanzigerin mit einigen Neuheiten unserer Zeit überfordert…
Mit Blogs, Apps und Postcast komm ich ja gerade so noch mit aber was zum Henker ist Twitter und seit wann hat unsere Bundeskanzlerin ein eigenes Profil im StudiVZ? – Und wieso läßt Rielke alle Welt wissen dass sie gerade lernen muß und daran keinen Spaß hat?
Mich würde ja mal interresieren wie vielen Internetnutzern wirklich bewußt ist, was sie mitterweile alles über sich Preis gegeben haben und ob sie das wirklich so vorhatten? Und will wirklich jeder Auszubildende das sein Arbeitgeber so viel über ihn in Erfahrung bringen kann?
Mittlerweile gibt es sogar Firmen, die man beauftragen kann das Internet nach Informationen über einen selbst zu untersuchen und diese daraufhin aus dem Netz zu entfernen…
Zu dem Thema kann ich nur jedem fogenden Link empfehlen:
Zu sehen und zu hören ist Sebastian 23 – amtierender Poetry-Slam-Meister – Und was das wieder für eine verrückte Neuheit oder und anders benannte Tradition ist, werd ich euch ein ander mal verraten.
Veröffentlicht in Sinnfreies
•19. August 2009 •
Hinterlasse einen Kommentar
Was tun Menschen nicht alles damit ihr Name nie in Vergessenheit geräht?
Die einen bauen riesige Paläste, die anderen setzen sie in Brand. Andere zetteln einen jahrelangen Krieg an oder stellen Rekorde auf. Wieder Andere erfinden weltverändernde Maschienen oder stellen einfach simple Theorien auf.
Zwei amerikanische Jornalisten waren da ganz pfiffing. Zu Dritt mit Charles M. Bergstresser legten sie 1882 einfach das erste Börsenblatt weltweit auf und 14 Jahre später ließen sie es einfach zu, dass ein Aktienindex nach Ihnen benannt worden ist. Wer konnte denn damals schon ahnen, dass dieser damals nur zwölf Aktien starke Index mal das bekannteste und wichtigste Börsenbarometer weltweit werden würde?
Tja, da haben also Charles Henry Dow und Edward D. Jones mal nen ganz anderen Weg gefunden unvergessen zu bleiben, zumindest für alle Börsianer.
Nur, wie haben sie es angestellt Charles M. Bergstresser in der Sache auszuboten?
Veröffentlicht in Wissenshappen, für den Kopf
•29. Juli 2009 •
Hinterlasse einen Kommentar
Hier mal ein Rätzel über das ich mir in letzter Zeif häufig schon den Kopf zerbrochen habe.
Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber bei uns in der Gegend sehen sehr viele Maisfelder so aus:
Ich weiß, die Qualität ist nicht die Beste aber schaut euch mal das Foto hier genau an, fällt euch was auf?
Das Maisfeld ist gestreift!
Frage also, wieso? Mischt der Bauer hier zwei Maissorten auf einem Feld und wenn ja, macht das Sinn?
Hab schon überlegt ob das an dem Ernte- oder Düngergeräten liegen kann, aber das kann ich mir auch nicht so wirklich vorstellen.
Also hier eine Frage an alle die sich genau so gerne wie ich den Kopf über verschiedenste Dinge zerbrechen: Wieso ist das Maisfeld gestreift?
Irgendwer muß sowas doch wissen… Bin schon kurz davor das als Frage an Kopfball oder so zu schicken…
Veröffentlicht in Alltägliches, Foto des Tages, für den Kopf, für die Augen
•27. Juli 2009 •
Hinterlasse einen Kommentar
Heute habe ich etwas gelesen was ich euch nicht vorenthalten möchte:
Wenn man den alten Griechen glauben darf, erteilte Zeus Prometheus und Epimetheus den Auftrag auf der Erde Leben zu erschaffen.
Prometheus erschuf den Menschen und schenkte Ihnen das Feuer. Zeus war deswegen aber sehr wütend auf die Menschen und nahm Ihnen das Feuer wieder weg. Als Prometheus sah, das seine glorreiche Schöpfung vor Kälte zitterte entzündete er an der Sonne eine Fackel und brachte den Menschen das Feuer zurück. Als Zeus merkte dass er den Menschen das Feuer also nicht nehmen konnte sann er auf Rache.
Er ließ Prometheus an einen Felsen ketten wo Adler täglich von seiner nachwachsenden Leber frassen und um die Menschen zu bestrafen, schuf Zeus die ersten Frau: Pandora. Er gab ihr eine Büchse als Geschenk und verbot ihr sie zu öffnen.
Doch eines Tages erlag Pandora Ihrer Neugier. Sie öffnete die Büchse und es entwichen Plagen und Leid und Übel. Schnell schloss sie die Büchse wieder so dass die Hoffnung als einzige noch drin geblieben war.
Bis hierher die Geschichte. Na fällt euch irgendetwas auf? Nicht, na dann hier mal eine andere, etwas gekürtze Geschichte:
Der Herr brachte den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe den Garten zu pflegen und zu schützen. “Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, nur nicht von dem Baum, dessen Früchte Wissen geben, sonst mußt du sterben”.
Der Herr dachte “Es ist nicht gut dass der Mensch alleine ist. Ich will ein Wesen schaffen dass ihm hilft und das zu ihm passt”. So erschuf der Herr die Frau.
Die Schlange war das klügste Tier von allen und eines Tages fragte die Schlage die Frau: “Hat der Herr wirklich gesagt Ihr dürft die Fürchte die Weisheit bringen nicht essen? Wenn ihr aber davon esst so werden sich eure Augen auftun und ihr werden alles wissen, genau wie der Herr. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können”.
Die Fürchte der Weisheit waren so verlocken dass die Frau doch eine von Ihnen pflückte, aß und auch dem Mann davon gab.
Als der Herr dies erfuhr zürnte er sehr.
Die Schlage bestrafte er, dass sie fortan immer auf ihrem Bauch kriechen mußte.
Die Frau beschrafte er mit Mühsal und Beschwerden jedesmal wenn sie schwanger ward und nur unter Schmerzen soll sie Kinder gebähren können.
Fortan sollte der Mensch unter Mühlsal und Plackerei leben und nie wieder zum Garten Eden zurück kehren können.
Na, jetzt aufgefallen. Zwei Schöpfungsgeschichten von sehr unterschiedlichen Kulturen die aber eins gemeinsam haben. Die Neugier der Frau ist die Wurzel allen Übels…
Woher diese Meinung wohl kommt?
“Manches deutet darauf hin, dass urgeschichtlich die Frauen – gegenüber den Männern – die Angeseheneren waren, wenn nicht gar dominierten.” (Quelle aus Wikipedia) Vielleicht wollten daher einige Männer Ihren Frauen einfach nur eins auswischen.
Veröffentlicht in Alltägliches, Sinnfreies
•30. Juni 2009 •
1 Kommentar
Hab nachfolgendes auf einem anderen beachtenswerten Blog endeckt und dachte ich poste es hier auch mal…
5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
1.) Einen gutbezahlten Job
2.) Mehr Zeit – für die Dinge die ich gerne tun würde
3.) mehr Ehrgeiz
4.) Ein Talent für Sprachen
5.) Geduld
5 Dinge die ich habe, aber lieber nicht hätte:
1.) Spams in meinem Postfach
2.) inkopetenten Vorgesezten
3.) üblen Fahrstil
4.) schulden bei meinen Eltern
5.) Mr. Bauch – obwohl er ja mittlerweile zu Mr. Glücksbauch avanciert, was ich doch irgendwie süß finde
5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
1.) Üble Hautkrankheiten
2.) Geiz
3.) die Autobahn vorm Fenster
4.) Schlechte Manieren
5.) Pink als Lieblingsfarbe
5 Dinge, die ich habe, und aus keinem Grund der Welt missen möchte:
1.) meine Familie
2.) meine Freunde
3.) meinen Freund
4.) meine Selbstständigkeit
5.) tolle Wohnung
Tja und wie siehts bei euch so aus? Wenn ihr Lust habt schreibt mir doch einfach
Veröffentlicht in Alltägliches
•17. Juni 2009 •
1 Kommentar
Es war mal wieder so weit und ich konnte mich nicht länger drücken sondern musste der Tatsache ins Auge sehen, dass ein Friseurbesuch unumgänglich geworden war.
Und kaum hatte ich den Friseursalon meiner Wahl betreten wusste ich auch schon wieso mir dieses Ritual so zuwider ist.
Ich betrat den Raum und abgesehen vom Haarschnipsler (dieser wird im weiteren Verlauf nur noch Gartenzwerg genannt), einem Kunden und mir war niemand im Raum. Da der Herr mit der Schere in der Hand schwer beschäftigt zu sein schien, nahm ich also schon mal Platz und konnte leider nicht anders als dem auch mir bald bevorstehendem Smalltalk zu lauschen.
Nachdem ich kurze Zeit später nach meinem Anliegen befragt wurde, kamen doch tatsächlich noch weitere Kunden in diesen Laden die natürlich, ganz im Gegensatz zu mir, im Vorhinein einen Termin vereinbart hatten und daher auch vor mir dran waren. Dies war für mich völlig in Ordnung auch wenn ich nicht mit so viel Kundschaft in diesem Laden nicht gerechnet hätte. Was allerdings nicht okay war ist, dass bei meiner Anwesenheit doch tatsächlich über mich besprochen wurde und dass so junge Leute ja nie einen Termin vereinbarten und dass die junge Dame ja auch sicher etwas warten könne. Mit einem Blick nach unten musste ich mich doch tatsächlich kurz vergewissern, dass ich nicht unsichtbar oder winzig klein geworden war. Ich war sogar in gut sichtbaren Farben gekleidet.
Gerade hatte Empörung unterstützt von Ärger die Diskussion mit Anstand in meinem Kopf gewonnen und ich wollte gerade zu einem bissigen Kommentar ansetzen, da betrat die Auszubildende, wahrscheinlich frisch von der Berufsschule kommend, den Laden und wurde von “Chef” oder auch Gartenzwerg aufgefordert sich um mich zu kümmern.
Beim Anblick Ihrer Haarpracht musste ich schnell einige Stoßgebete zum Himmel schicken in der Hoffnung, dass sie bei anderen Menschen etwas mehr Sinn für Ästhetik walten lässt als bei sich, aber immer noch lieber die Azubine an meinen Haaren als der Gartenzwerg.
Die Kopfmassage beim Haare waschen ließ zumindest hoffen – ja sie kümmerte sich fast schon reizend um mich. Fragte detailliert wie ich mir meinem zukünftigen Haarschnitt denn so vorstelle und rümpfte auch nicht die Nase als ich leicht beschämt zugeben musste, dass ich vor einiger Zeit eine Dauerwelle ausprobiert hatte. Leicht beschämt deswegen, da es mir wirklich nicht stand und “gute” Friseure so was ja nicht mehr machen…
Während also die Auszubildende meine Aussage nicht weiter kommentierte sondern sich schon mal Schere, Kamm und was man sonst noch so alles braucht zusammenlegte, meinte doch tatsächlich der Gartenzwerg sich über meine Beichte äußern zu müssen und fragte wie man denn überhaupt dazu kommen könne, eine Dauerwelle ausprobieren zu wollen. Leider musste ich während des Haareschneidens meine Brille abnehmen, sonst hätte ich doch zu gerne ausprobiert, ob sich Scheren als Wurfmesser eignen.
Aber wieder sollte das Glück dem Gartenzwerg hold sein denn schon war die Azubine wieder bei mir. An dem Morgen stand wohl das Thema Smalltalk auf dem Stundenplan und sie wollte anscheinend direkt Ihre Erkenntnisse an mir ausprobieren.
1. Thema – Beruf
– Pause -
2. Thema – Urlaub
– Pause -
3. Thema – Wetter
– Pause -
beim 4. Thema half ich ihr dann etwas aber anscheinend bezog sich der Unterricht heute nur darauf ein Thema anzuschneiden…
Ich bin mir aber sicher dass sie in der nächsten Stunde dann auch lernen eine Gespräch am Leben zu erhalten.
Nach nicht ganz einer Stunde Aufenthalt in diesem Friseursalon und einem doch ganz ansehnlichen Haarschnitt kann ich mir aber doch vorstellen diesen Laden erneut zu betreten, mit der Zuversicht dass der Gartenzwerg beim nächsten mal nicht so viel Glück hat und dann Empörung sich mit Ärgern verbündet und gegen Anstand gewinnt, was zu einem verbalen Kampf mit dem Gartenzwerg führen würde. Das klingt doch ganz spaßig…
Veröffentlicht in Alltägliches
•2. Juni 2009 •
1 Kommentar
Als ich seinerzeit meinen PKW-Führerschein gemacht habe, habe ich allen Bedenken meiner Mutter zum Trotz auch den Motorradführerschein gleich mitgemacht.
Ich wußte damals schon, dass ich am motorradfahren unglaublich viel Spaß haben würde aber auch dass ich die nächsten Jahren wahrscheinlich nie dazu kommen werde.
Da war es natürlich mehr als geschickt mit meinem Fahrlehrer befreundet zu bleiben (wir treffen uns heute noch mehr oder weniger regelmäßig zum joggen) und so einmal im Jahr krieg ich ihn auch dazu einen Tag für mich zu opfern und mit mir ne Tour zu fahren. Als Fahrlehrer hat er natürlich mehr als nur ein Motorrad, so dass ich auch tatsächlich zum fahren komme.
Naja, zwar hab ich meinen Führerschein schon das ein oder andere Jahr, aber wenn man pro Jahr nur so 1-2 mal zum fahren kommt kann man nicht wirklich von nennenswerter Fahrpraxis sprechen und trotzdem werd ich von Jahr zu Jahr immer besser… *freu*
Abgesehen von ab und an mal Gänge suchen oder versehentlich im Lehrlauf landen, hats diesmal auch wirklich gut geklappt und war wieder wie immer traumhaft schön!!!
Wir sind zu meiner Freude nur über Landstraßen gefahren (Autobahn fahren mit Motorrädern macht einfach keinen Spaß) und es ist immer wieder Wahnsinn zu sehen was die Gegend, in der ich ja schon über 15 Jahre lebe, landschaftlich zu bieten hat. Ich hätte fast alle fünf Minuten anhalten können um ein Foto zu schießen.
Als Sonntagskind hab ich mit meinem Glück auch für wahnsinnes Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gesorgt und wenn ich könnte, ich würd sofort wieder auf ein Motorrad steigen.
Aber nur noch zwei Wochen und ich hab wieder die Gelegenheit. *freu*
Abends war ich aber dann doch ziemlich müde und froh dass die Tour vorbei war. Nach mehreren Stunden tut einem (zumindest mir) dann doch alles irgendwie weh, vorallem wenn die Lederkompi etwas knapp sitzt, aber das war es definitiv wert!
Ich kann also jedem zum Motorradführerschein nur raten, natürlich unter der Vorraussetzung dass man nur mit guten Schutzkleidung und entsprechender Vorsicht, Rücksicht und Weitsicht fährt.
Und wenn ihr jetzt überlegt wo man überhaupt so nen Motorradführerschein machen kann: Fahrschule Naase
Veröffentlicht in Unvergessliches, für die Augen
Letzte Kommentare